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Exkursion der neunten Klassen zur KZ-Gedenkstätte Dachau

Wie jedes Jahr fuhren die neunten Klassen zusammen mit ihren Geschichtslehrern zur KZ-Gedenkstätte nach Dachau, um dort den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und anhand von nachgebauten Modellen das Leben im Konzentrationslager nachzuvollziehen.

Am 28. Januar war es so weit. Die zweistündige Fahrt im warmen Bus verlief angenehm, doch als wir dort ankamen und gerade einmal Temperaturen um den Gefrierpunkt herrschten, wussten wir schon, was uns bevorstehen würde. Schon am Eingang erklärten uns die Geschichtslehrer, dass die Tür mit der Aufschrift: "Arbeit macht frei" kürzlich von Unbekannten gestohlen wurde. Sie ist das zentrale Symbol für den Leidensweg der Häftlinge und in einem größeren schmiedeeisernen Tor eingelassen. Das Tor ist heute wie damals der Haupteingang zum KZ-Gelände.
  
Danach gelangten wir auf den Appellplatz, jenem Platz, auf dem die Häftlinge gezwungen wurden, egal ob bei Hitze oder bei Frost, stundenlang regungslos da zustehen und sich nicht zu bewegen. Hier wurden wir verschiedenen Gruppenführungen zugeteilt. Man erzählte uns die nächsten anderthalb Stunden die Geschichte des KZ Dachau und wir besichtigten das Modell einer Baracke, den Bunker und die Krematorien. Ein Barackenabschnitt war ungefähr so groß wie ein Klassenzimmer und dort mussten ungefähr 100 Häftlinge zusammen leben. Die Zellen im Bunker waren zwar für eine Person gedacht, jedoch konnte man sich nicht über den vorhandenen Platz freuen, da Heizung und Licht nur von außen geregelt werden konnten und zur Folter der Häftlinge genutzt wurden.    

Viele liegen falsch, wenn sie behaupten, das Dachauer-KZ wäre ein Vernichtungslager für Juden, denn so war es nicht. Das KZ Dachau war kein Vernichtungslager, jedoch wurden in keinem anderen KZ so viele politische Morde verübt. Vorerst diente es aber als Arbeitslager für politische Gegner, später wurden aber auch andere Gruppen wie Sinti und Roma, Juden oder Emigranten in Haft genommen, sprich: Menschen, die nicht der "arischen Rasse" entsprachen. Die Häftlinge mussten sich jeden Tag vor etwas Neuem fürchten und sich fragen, was wohl heute mit ihnen passieren würde, denn harte Strafen wie Prügel oder Pfahlhängen gehörten zum Lagerleben, wie die harten Arbeitseinsätze, doch die schlimmste Strafe war immer noch der Tod.   

Nach der Besichtigung des Krematoriums stürmten wir alle durchgefroren und mit eiskalten Füßen in die Cafeteria, um uns dort zu wärmen und zu Mittag zu essen. Anschließend sahen wir uns im Wirtschaftsgebäude die umfangreiche Ausstellung über das Ende der Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und das Leben im Lager an. Dort findet man ein paar private Gegenstände einiger Häftlinge, Kleidung und Kennzeichen der jeweiligen "Gruppen", Berichte und Zeichnungen, Biographien und natürlich viele Bilder, die alles genauer darstellen sollen. Abschließend sahen wir uns einen 20-minütigen Film im Kinosaal über die Geschichte des KZ Dachau an.
       
Erschöpft und mit Erinnerungen im Kopf, die wir so schnell nicht vergessen werden, stand schließlich gegen vier Uhr abends die Rückreise an.
 
~  Isabel Schleining und Anastasiya Schuster, 9B

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