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Streitschlichtende für eine sicherere Schule

Im MBG stellen sich ca. 40 Streitschlichtende der Klassen 5 mit 8 zur Verfügung. Sie sorgen jeweils in ihren eigenen Klassen – die Schlichtenden mit mehrjähriger Erfahrung gerne auch in Parallelklassen – für ein friedfertigeres Schulklima. Sie arbeiten freiwillig und vorwiegend in den Pausen, wobei sie gemeinsam mit den Streitenden Termine und Lösungen finden, die für alle akzeptabel sind.

Je früher Unstimmigkeiten erkannt und angegangen werden, desto erfolgreicher kann ein gewinnbringendes Miteinander glücken. Wenn ein Problem zwischen Personen länger dauert, verringern sich die Chancen auf eine vollständige Einigung. Deshalb ist es sinnvoll, dass die Streitschlichtenden ihre Klienten kennen und rasch Angebote zum Verbessern des Klimas machen.

Dabei versuchen die Helfenden, sich weitgehend unparteiisch zu verhalten. Dies ist wichtig, da gerade Menschen, die einen oder mehrere Fehler gemacht haben, anerkannt und verstanden werden wollen, bevor sie bereit sind, ihr Verhalten zu ändern. Sie wollen als Personen akzeptiert werden. Dies gilt für beide Parteien. Meist kann man nicht davon ausgehen, dass ein Mensch allein einen Konflikt verursacht und die andere Person zufällig im Weg war. An Orten, an denen mehrere Leute zusammen leben, entsteht auch gelegentlich Druck, mit dem umgegangen werden muss.

Hier helfen die Streitschlichtenden möglichst rasch, diskret und unkompliziert. Sie suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen, die möglichst dauerhaft umsetzbar sind. Sie helfen, den Lernort Schule zu einem Ort zu machen, an dem sich jeder sicher und willkommen fühlen kann, damit die Aufgabe des fachlichen Lernens störungsfrei bewältigt werden kann. Denn wir brauchen jede kompetente Person für die Aufgaben der Gegenwart und Zukunft.

Die Gegenwart und Zukunft unserer Schule sicherer gestalten: dies gelingt auch dank unserer Streitschlichtenden, die freundlich, kompetent und freiwillig unterstützen, sobald sie gerufen werden. Vielen Dank für die kluge und eigenständige Arbeit für uns alle. 

(Christine Hieber, Mediatorin BM (C), für die Streitschlichtenden)

Streitschlichten - das Mini-ABC

  • Aufgaben: Wenn Streitschlichtende (von Lehrern) beauftragt werden, machen sie eigenständig mit den Streitparteien Gesprächstermine in Pausen aus, in denen sie sich alle (ohne Lehrer) treffen und versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden. In den anderen Pausen haben sie genauso frei wie alle anderen Schülerinnen und Schüler.
  • Grundsätze: Schlichtende arbeiten freiwillig (= wenn sie es selbst bestimmen) und vertraulich (= sprechen nicht vor Mitschülerinnen/ Mitschülern über Streitigkeiten) und unparteiisch (= ohne jemanden zu bevorzugen).
  • Kleidung: Schlichtende sind keine Hilfspolizisten, sondern Vertraute von Mitschülerinnen/Mitschülern, also brauchen sie keine Warnwesten.
  • Nicht-mehr-weiter-wissen, was dann? ... das Gespräch unterbrechen und die Fortsetzung auf eine andere Pause verlegen; u.U. noch einmal bei einem vertrauenswürdigen Lehrer nachfragen (z.B.: in Zimmer N106).
  • Ort: Die Schlichtenden gehen mit den Streitparteien in den ausgewählten Pausen in Klassenzimmer, die ihnen von Lehrern auf Bitte und nach Vorzeigen eines speziellen Zettels aufgeschlossen werden.
  • Pausenaufsicht durch Schlichtende? Nein, dies ist Aufgabe der Lehrer.
  • Vorgehensweise in der Schlichtung: Zuerst Gesprächsregeln klären + Herausfinden, was das Problem ist, dann Lösungen durch die Streitparteien oder durch die Schlichtenden finden, zuletzt eine Vereinbarung ausmachen, der alle zustimmen können.
  • Wer schlichtet bei wem? Sinnvoll ist es, in der gleichen oder einer ähnlichen Klassenstufe tätig zu sein, da Vertrauen und Akzeptanz hier größer sind.
  • Ziel: Sich wieder wohl in der Schule fühlen, ähnliche Streitigkeiten vermeiden, wieder unbelastet den Lernstoff lernen können.

(C. Hieber, Mediatorin BM)

Streitschlichter im Einsatz

Streitschlichter in der Schule – bringt das eigentlich etwas? Schließlich ist Streit überall und bei allen Altersklassen zu finden, also Alltag für viele Personen.

Doch dann stellt sich sofort die Frage: Wie gehen wir Menschen damit um, dass Konflikte entstehen und wir zum Teil nur noch unsere eigenen Interessen sehen oder durchsetzen wollen? Ist es menschlich, wenn die vermeintlich Stärkeren andere dominieren?

Genau an diesem Punkt setzen die Streitschlichter an: Manchmal einfach dadurch, dass sie da sind, manchmal auch dadurch, dass sie tatsächlich eingreifen.

Auf lange Sicht brauchen wir kooperative Lösungen, die allen Beteiligten an Konflikten gerecht werden. Denn letztlich kann und soll sich bei uns jeder entfalten. Und daran erinnern die Streitschlichter.

Sie helfen jedem ohne Vorbehalte, bleiben freundlich und bemühen sich um ein friedliches Klassenklima, das dazu führt, dass jeder seine Potentiale bestmöglich entwickeln oder zum Ausdruck bringen kann und sich auf das Wesentliche konzentrieren: in freundschaftlicher, sicherer Umgebung alles lernen, was junge Menschen wollen oder interessieren könnte und was sie fit macht, überall im Leben sofort und auch später gut zurecht zu kommen.

Dieses Jahr sind knapp 40 freiwillige Streitschlichter für die Klassen 5 bis 8 bereit, ihre Pausen in den Dienst des Schulfriedens zu stellen. Sie arbeiten verschwiegen und diskret und suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen, die möglichst dauerhaft umsetzbar sind. Sie helfen, die Schule zu einem besseren Ort zu machen, an dem Frieden und Kooperation verwirklicht werden. Wir anderen sollten sie vielleicht gelegentlich als Vorbild für eigene Konflikte nehmen.

Freundlich, diskret, effizient – und dies alles freiwillig: die knapp 40 Streitschlichter des MBG.

 

(Christine Hieber, Mediatorin BM ©), für die Streitschlichter)

 

 

 

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